“Ich habe selten so feinen Jazz erlebt.”

Lausitzer Rundschau vom 1. August 2017

Groß Breesen. Im Rahmen der Sommermusiken hat am sommerheißen Sonntagabend das Jazztrio Bending Times in der kühlen Groß Breesener Kirche neben eigenen Jazzkompositionen vor allem Choräle Martin Luthers gespielt. Christian Grosch (Potsdam) am Klavier, Toralf Schrader am Kontrabass und Enno Lange (beide Dresden) am Schlagzeug brachten diese in einer sehr lebendigen jazzigen Spielweise neu zum Klingen.

Doch begonnen haben die Drei mit einer beschwingten Eigenkomposition “No Way” (Kein Weg), welches Grosch für Situationen geschrieben hat, in denen man keinen Ausweg mehr weiß. Doch die Musik zeige immer einen Weg auf, so der Musiker. Es folgten zahlreiche Choräle Luthers – bekannte und weniger bekannte – instrumental oder mit Gesang.

Dass Luther nicht nur ein Reformator und Dichter von Glaubensgeschichten war, sondern auch ein guter Fabelschreiber, bewiesen die Musiker ebenfalls. Auch über Krieg und Frieden schrieb der Reformator und davon rezitierte Christian Grosch Geschichten.

Doch vor allem waren die zahlreichen Besucher wegen der Musik gekommen, die handgemacht so manchen zum Swingen brachte. Man sah dem Trio jederzeit an, dass sie diese Musik lieben, denn die Leidenschaft und den Spaß projizierten sie auf das Publikum. Zum Abschluss spielten sie den Choral “Vater unser im Himmelreich”, in dem Luther das “Vater unser” vertont hat. Die Musiker bedankten sich bei der Kirchengemeinde für diese Auftrittsmöglichkeit. Kantor Hansjürgen Vorrath sagte: “Ich habe selten so feinen Jazz erlebt.”

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